Profil | Dieter Assmann
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Profil

DIETER ASSMANN

VITA

Dieter Assmann

•    geboren 1942 in Schneidemühl in Westpreußen
•    1945 Flucht der Familie nach Husum/Nordsee
•    1968 Diplomvolkswirt
•    Tätigkeiten als Industriemanager, Bankangestellter
•    1981 Promotion in Philosophie
•    Freier Journalist
•    Seit 1981 Malerei und Skulpturenarbeiten
•    Projekte der Gewaltprävention und des interkulturellen Lernens
•    1999 Mediator und Systemischer Familientherapeut
•    Koordinator und Pädagogischer Leiter eines Vereins der freien Jugendhilfe

Der Maler Dieter Assmann

Der Maler Dieter Assmann gehört zu einer Gruppe von Künstlern, die ihr Atelier in der Zitadelle Spandau in Berlin haben. Seine Malerei erforscht einen Bereich zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion. Es sind Bilder, die ihrer eigenen inneren Dynamik folgend im Entstehungsprozess von innen heraus gewachsen sind. Für die Herangehensweise an Malerei ist es nicht ohne Folgen geblieben, dass Dieter Assmann eine Ausbildung als gelernter Philosoph hat. Philosophie der Natur in all ihren Facetten ist der Hintergrund dieser Malerei. Zu Beginn des Malprozesses ist oft nicht mehr vorhanden als eine Farbvorstellung oder eine Behandlung der Leinwand mit Sand und Binder. Es ergeben sich anfängliche Strukturen, denen er intuitiv folgt, und die er weiterentwickelt. Entlang der Dialektik von Finden und Gestalten, in der Hingabe an den Prozess gelangt er über viele Arbeitsprozesse hinweg zu einem Bild. Dabei stellen sich Fragen wie diese: Wie gestaltet sich das Verhältnis von Flächigkeit und illusionärem Bildraum?

Wie verhalten sich Ferne und Nähe zueinander? Wie Ruhe und Bewegung? Wie lassen sich Asymmetrie und Spannung und Ausgleich und Harmonie miteinander in Verbindung setzen? Die Arbeitstechniken sind vielfältig. Es kommen Sand, Marmormehl, Strukturpasten, Seidenpapier sowie unterschiedliche Baustoffe zur Anwendung. Es wird mit dem Spachtel aufgetragen, gegossen oder mit dem Rakel über die Leinwand gezogen, sodass die Bildgründe reliefartige Texturen erhalten, deren Plastizität und haptische Differenziertheit sich der nachfolgenden Malerei als kompositionelle Vorgabe darbietet. Auf diese reagierend kann die Farbe dem Vorgefundenen teils entgegenarbeiten oder aber die Strukturen aufnehmen und weiterführen, sodass sich im aufeinander folgenden Wechsel von wieder Wegnehmen und Neuauftragen, von Hinterlegen und Überlagern in einem mehrphasigen Prozess schließlich ein vielschichtiger Bildkörper herausbildet.

Die Farbe in vielfältigen Schattierungen, in ihrer Leucht-und Absorptionskraft, in Dominanz oder Zurücktreten hinter der Struktur, spielt eine große Rolle. Irgendwann im Verlauf des Geschehens scheinen Erinnerungen auf beim Künstler: An Landschaften, Wald, Gebirge, Meer, Himmel, Kosmisches-oft in einer Atmosphäre von Offenheit und Weite, als ein Blick in die Ferne oder auch in Nahsicht oder Mikrostruktur. Diese Erinnerungen fließen in den weiteren Malprozess ein. Auf der Grenze zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion bleiben die Bilder zumeist prinzipiell offen, die Titel sind ein Deutungsangebot mit der Einladung, den Bildern auf ganz individuelle Weise beobachtend, erkennend und deutend zu begegnen.

Ausstellungen Dieter Assmann

Ausstellungen von Dieter Assmann

2013 Evangelisches Johannisstift, Berlin Spandau | Abraham und Löar, Berlin Mitte | Praxis zahnArt, Berlin Mitte

2012 Lützoer Lampe, Berlin, Charlottenburg | Isarus, Berlin Steglitz | Akademie Ahlbeck, Mecklenburg Vorpommern

2011 Galerie Den, Berlin- Charlottenburg, Atelier Terra, Berlin Friedrichshain

2010 Galerie Remise, Berlin – Prenzlauer Berg | Ricam- Hospiz, Berlin – Neukölln | Kultgalerie, Berlin – Mitte

2009 Galerie im Brunnenhof, St. Joseph-Stift Bremen
| „Im magischen Licht“, Berlin-Neukölln | Buchhandlung und Galerie Stodiecks Berlin-Charlottenburg

2008 Evangelisches Johannesstift Berlin

2007 Diakonie-Station, Berlin – Spandau Gemeinschaftsausstellung

2006 Stadtbücherei, Berlin – Spandau

DAS ATELIER

Zitadelle Berlin Spandau